Samedi: Von Parfum bis „Pollywood“

Unser erster richtiger Tag in Paris fing morgens in einem beeindruckenden Multimedia-Kino mit einem Film über die Entstehung und Kultur von Paris an.

Dank Frau Kalus‘ hervorragendem Handel wurde trotz überforderten chinesischen Touristen der Film für uns auf Deutsch gezeigt. Sie hatte zwar den Saal komplett für uns als Privatvorführung gebucht, aber den Chinesen erlaubt, sich dazuzusetzen.

Nach einem obligatorischen Zwischenstopp im benachbarten (geilsten!) Schokoladengeschäft sind wir zur Fragonard Parfümerie gegangen. Dort hatten wir im Parfüm-Museum eine super interessante  private Führung auf Englisch. Einige von uns stellten plötzlich fest, dass sie wohl besser im Englisch-Unterricht aufgepasst hätten. Dort haben wir so viel interessantes gelernt: Ein Parfüm wird mit Noten komponiert wie ein Akkord. Nur bestimmte Töne passen zueinander. Dabei gibt es vier verschiedene Intensitäten. Außerdem soll man niemals Parfüm im Badezimmer aufbewahren.

Während wir in Gruppen versuchten, Düfte zu erkennen, waren die meisten von uns nicht in der Lage die gängigsten Düfte wie Rose oder Bergamotte zu erkennen. Und was bitte ist Orangenblüte?

Mit Taschen voller Parfums und Duftproben und nach einer kleinen Erholungspause haben wir uns auf den Weg ins Montmartre-Viertel gemacht. Unser Plan, die beruhigende Atmosphäre zwischen romantisch mit Efeu bewachsenen Häuserwänden und zwischen Malern im Künstlerviertel zu genießen, wurde wegen eines einmal im Jahr stattfindenden Weinfestes etwas über den Haufen geworfen. Abertausende von Menschen wurden ins Viertel gelockt, mitten vor die Basilika Sacré-Coeur. Trotzdem sind wir in die majestätische Basilika hineingegangen und sind sogar bis in die Kuppel hinaufgestiegen. Von dort hat man den wohl schönsten Blick auf den Eiffelturm und ganz Paris.

Anschließend sind wir auf eine Hollywood-Film-Location-Bustour gegangen, nur eben ohne Hollywood und ohne Bus. Aber dafür haben wir viele Drehorte aus dem Film „die fabelhafte Welt der Amelie“ zum Anfassen gehabt und konnten den Film so hautnah nacherleben. Zudem begegneten uns im Künstlerviertel die verrücktesten und überwältigendsten Graffitis, die oft noch besser waren als die Kunstwerke auf dem Place du Tertre.

Écrit par Damaris et Étienne