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Auschwitz – Nicht unsere Schuld, aber unsere Verantwortung, es nicht zu vergessen

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In der Woche vom 15.6. bis zum 19.6.2026 waren wir, Schüler der 9. und 10. Klasse der Realschule Hückeswagen und der EKS, auf Gedenkstättenfahrt in Oświęcim und Krakau.

Unser Programm fing damit an, dass wir Montagnachmittag eine Stadtführung durch Oświęcim hatten. Der Fokus dieser Führung lag in der jüdischen Geschichte der Stadt. So erfuhren wir, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung, vor dem Krieg, jüdisch gewesen war, heutzutage gibt es nur noch eine einzige jüdische Person vor Ort. Die Führung fing im jüdischen Museum, welches heute auch noch als Synagoge für jüdische Gruppen dient.

Dienstag besuchten wir dann das Stammlager, auch bekannt als Auschwitz I. Wir waren alle deutlich berührt von der dortigen Ausstellung, wo man Schuhe, Gepäck, Brillen, Bilder und auch Haare der dorthin deportierten Menschen sehen konnte. Während der Führung wurde uns erklärt, wie die Häftlinge dort behandelt wurden, wie grausam ihr Alltag war und welche „Aufgaben“ sie hatten. Auch waren wir in der einzigen verbliebenen Gaskammmer, dort gewesen zu sein ist ein Gefühl, welches keiner von uns vergessen wird. Nachmittags haben wir uns dann in Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ging zurück ins Stammlager, wo wir eine Kunstausstellung sehen durften, wo Bilder aus dem Lager sind, diese sind in Gruppen aufgeteilt, diejenigen, die offiziell für die Lagerführung entstanden sind, dann diejenigen, die inoffiziell für SS-Wachmänner entstanden, diejenigen, die von Häftlingen in ihrer „Freizeit“ entstanden und jenen, die erst nach der Befreiung entstanden sind. Zusätzlich war in der Ausstellung die Tür von einer der Gaskammern zu sehen. Die andere Gruppe war im Kloster Harmęże, wo sie eine Ausstellung des Künstlers Marian Kołodziej besichtigt haben, dieser ist selbst Häftling in Auschwitz gewesen und hat nach einem Schlaganfall angefangen, Bilder über seine Zeit im Lager zu malen. Letztlich haben wir uns alle, nach dem Abendessen, über die besuchten Ausstellungen unterhalten und hatten die Möglichkeit, uns ein aufgezeichnetes Interview mit Tadeusz Sobolewicz anzuschauen.

Mittwoch hatten wir die Führung durch Birkenau, Auschwitz II. Es wurde uns erklärt, wie die „Aufnahme“ im Lager stattfand, wie die Ermordung in den Gaskammern getätigt wurde und wie der Alltag im Birkenau aussah. Beim dortigen Denkmal hielten wir eine Schweigeminute ab und jeder von uns hat eine Rose bekommen, die wir an einem Ort im Lager ablegen konnten. Die meisten von uns legten sie entweder beim Denkmal ab oder bei den Trümmern der Gaskammern.

Anschließend hatten wir die Möglichkeit, verschiedene Projekte herzustellen, um die Erlebnisse in Auschwitz zu verarbeiten, so wurden Collagen mit Bildern hergestellt, Zeichnungen gemacht, Briefe an einem selbst geschrieben oder auch ein Kahoot-Quiz erstellt. Im Anschluss sind wir nach Krakau gefahren, wo wir abends in einem traditionell polnischen Restaurant essen waren.

Donnerstag fing damit an, dass uns unsere Begleiterin Katja eine kleine Führung durch den damaligen jüdischen Stadtteil Krakaus gab und uns auch einige Drehorte von „Schindlers Liste“ zeigte, worauf wir etwas Freizeit hatten. Nach dem Mittagessen hatten wir unsere Führung im Museum „Oskar Schindlers Emaillenwarenfabrik“. Der Fokus lag besonders auf der Geschichte Krakaus vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei hatten wir Glück, denn unsere Guide hatte eine Bekannte, welche Schindlers Sekretärin war, wodurch sie uns nähere Einblicke zu ihm geben konnte. Zum Abendessen waren wir nochmals in einem jüdischen Restaurant, wo live Klezmer-Musik gespielt wurde. Danach haben wir uns auf die Rückfahrt nach Hückeswagen begeben.

Paula Farkas, 10c und Christoph Werth, 9c